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Wandern am Rittner Horn

Wandern am Ritten und täglich ein neues Ziel. Das Rittner Horn gehört nicht nur wegen der bezaubernden Sonnenaufgänge dazu, die man hier erleben kann, sondern der südlichste Berg der

Der "Schlern" ist am Ritten überall zum Greifen nah.
Der „Schlern“ ist am Ritten überall zum Greifen nah.

Sarntaler Alpen, ist auch der höchste Punkt des Rittner Hochplateaus: 2.260 Meter – mehr sind es nicht – es bleibt vielleicht auch deswegen, eines der beliebtesten Wanderziele im Bozner Raum. Das rührt wahrscheinlich daher, weil das Rittner Horn sehr leicht zu erreichen ist.
Aber nicht nur: die absolut freie Lage lässt wunderschöne Ausblicke in alle Himmelsrichtungen zu – das Rittner Horn zählt zu den aussichtsreichsten Wanderzielen in Südtirol. Es sind die klangvollen Namen zahlreicher Gipfel der Zillertaler-, Ötztaler- und Stubiaer Alpen, die von hier aus zu sehen sind. Und bei schönem Wetter lässt sich sogar der Ortler im Vinschgau, Südtirols höchster Berg, blicken.

Der "Runde Tisch" am Ritten
Der „Runde Tisch“ am Ritten

Etwas weiter, am Rittner Panoramaweg hat der Künstler Franz Messner zu Ehren dieser nur vom Ritten aus zu sehenden Bergwelt einen „Runden Tisch“ geschaffen, welcher in jeder Hinsicht Orientierung bietet. Apropos Rittner Panoramaweg; wer diesen auf seinem Weg zum Horn einschließen möchte, der wird mit herrlichen Ausblicken auf Rosengarten, Latemar und Schlern belohnt.

Rittner Horn Haus
Rittner Horn Haus

Am Horn lädt eine im Jahre 1893 errichtete Hütte zur Einkehr. Wer eine längere Tour plant, beispielsweise zum Latzfonser Kreuz, der kann im Rittner Horn-Haus auch nächtigen.
Wer am selben Tag wieder zurück möchte, der wählt seinen Abstieg beispielsweise über das Almgebiet, „Auf der Schön“ heißt es hier und dem Namen wird auch alle Ehre gegeben. Hier genießen Pferde, Schafe und Rinder ihren Sommerurlaub auf dem Ritten.

„Sommerfrische“ in Südtirol

Der Ritten in Südtirol, der Hausberg der Bozner,  wird er auch genannt, steht  für die „Sommerfrische“ in Südtirol. Mit ihrem gesamten Hausrat machten sich die Bozner Patrizier alljährlich auf,  um der drückenden Hitze des Bozner Talkessels zu entfliehen.
Den Aufzeichnungen zufolge, soll es der Bürgermeister von Eberschlager gewesen sein, der im 17. Jahrhundert, als erster ein Sommerfrischhaus auf dem Ritten errichtet hat. All jene, die es sich’s  leisten konnten, machten es dem ersten Bürger nach.  So entstanden die Sommerfrischsiedlungen von Maria Himmelfahrt, Oberbozen und Klobenstein.

Die Gesetze für die Rittner Sommerfrische
Auch der Zeitpunkt für den Aufbruch in das wohltuende Klima des Rittens gehörte fest zum Ritual: Es waren genau 72 Tage, nämlich zwischen dem Peter und Paul Tag, der 29. Juni und Maria Geburt, der 8. September. Dieser Zeitraum für die Sommerfrische musste unbedingt eingehalten werden, wollte man nicht die Götter der Berge beleidigen.
Wichtig waren auch die Orte. Diese standen in arger Rivalität zueinander.  Gut gepflegte Nachbarschaft oder gar Freundschaft zuhause, galten für die Zeit der Sommerfrische nicht mehr. Besuche untereinander wurden strengstens untersagt.  Als eingeschworene Gesellschaft pflegten die Sommerfrischler eine Reihe von Ritualen. So stand das Scheibenschiessen am Schießstand in Maria Himmelfahrt fest im Programm. Dort wurde eine Schützengesellschaft gegründet, welche zu besonderen Anlässen eine Schützenscheibe spendieren musste. Natürlich ließ man sich die Schönheiten der Rittner Berge nicht entgehen und wanderte auf das Rittner Horn.

Wanderurlaub Ritten

Im Herzen Südtirols liegt der Ritten. Das sonnige Hochplateau erstreckt sich zwischen den beiden Flüssen Eisack und Talfer auf einer Gesamtfläche von 111 Quadratkilometern. Am Ritten leben etwas mehr als 7.000 Einwohner, welche in der Landwirtschaft, dem Handwerk und im Fremdenverkehr tätig sind. Die Vielfalt des Rittens liegt besonders in seinen verschiedenen Höhenlagen. Es beginnt oberhalb Bozens mit dem Weinbau, welcher hier auf eine Höhe von 1.000 Meter betrieben wird.  Auf der Hochfläche überwiegen herrliche Wiesen- und Waldlandschaften. Der Ritten ist schon seit über 400 Jahren ein beliebtes Urlaubsgebiet und Ausflugsziel für Familien und Wanderer. Besonders die klimatischen Bedingungen und die zahlreichen Naturschönheiten machen den Ritten schon seit je her zu einer Besonderheit.